Begleitung auf dem Weg

 

Das Leben schickt mir interessante Menschen und mit ihnen neue Lernaufgaben auf meinem Weg.

Ich lebe und arbeite in der WG im Kloster Allerheiligenberg. Das gemeinschaftliche Wohnen und meine Passion, Frauen zu ermutigen, mehr Glück in ihr Leben einzuladen habe ich mir als Wachstumsbiotope gewählt. Staunen lernen

Wachstumsbiotop, ein schönes Wort, finde ich. Es meint, dass dort alles vorhanden ist, um wachsen und erblühen zu können. Ich setze noch eines drauf und sage: „bis ins hohe Alter.“ Das macht doch neugierig?

Hier im Kloster und in meinem Umfeld treffe ich auf unterschiedliche Menschen. Alle sind interessant und bringen ihre eigenen Lebensgeschichten mit. Die meisten finde ich spannend und wenn das Mal nicht so ist, höre ich aufmerksam zu, frage nach und staune wie ein Kind.

Jede / jeder hat ihre / seine einzigartigen Erfahrungen zu berichten. Einige Menschen zeigen sich als schillernde Persönlichkeiten. Sie falle auf mit ihrer besonderen Geschichte, sind weit gereist, spirituell, kulturell bewandert, belesen oder welterfahren.

Manche davon sind mir für ein paar Tage Lebens-Lehrer*innen. Manche begleiten mich auf meinem Weg für eine längere Zeit.

Von einigen wünsche ich mir, wir bleiben Freunde für den Rest des Lebens.

Ich bin bereichert durch diese Begegnungen, staune, lausche den Lebensberichten mit offenen Ohren. Lasse mich von den bunten Bildern der Erzählenden mitnehmen. Ich bin neugierig wie ein kleines Kind und stelle entsprechende Fragen.

 

Tauche ein in die faszinierend unbekannte, magische Welt des Schamanismus, höre von geheimnisvollen Rituale, geteilten Erfahrungsschätzen und Geschichten, mitgebracht aus mir fremden Ländern der Erde.

Bleibt es nur bei mystisch-verhüllenden Wortschöpfungen und Erzählungen, ohne wirklichen Tiefgang, kommen mir Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Geschilderten. Wenn das Handeln im Hier und Jetzt nicht mit den hohen Werten, Überzeugungen und Geschichten übereinstimmt, bleibe ich auf Distanz.  Werden mir Sichtweisen, Erfahrungen und echte Denkanstöße, die in Handlungen  münden, aus dem Kontext der jeweiligen Kultur, verständlich erklärt, mir verständlich begreifbar gemacht, spüre ich große Begeisterung, ja freudige Neugier.

Erreichen mich die Konzepte nicht, wenn ich sie konstruktiv-kritischen hinterfrage, und mein „Seelenbauch“ nicht mitschwingt, bin ich überfordert. Ich werde stur, mache dicht, kann den Ausführungen nicht mehr folgen. Mein Geist flüchtet sich in einen vernebelten Zustand. Ich schaltet ab.

Wie gut, dass ich diesen Schutzmechanismus habe.

Ich kann mich gut an Situationen erinnern, da ich gegen diese Zustände kämpfte, weil ich mich damit nicht richtig fühlte.

Heute weiß ich, er hilft mir Unsicherheit und alte Ängste wahrzunehmen. Wenn sie aufsteigen, fühle ich mich klein und unerfahren. Ich kann überprüfen: „Stimmt das den wirklich?“

Heute nehme ich bewusst die Chancen und Ermutigungen heilsamer Begegnungen an. Unterstützung

Ich spüre meine Neugier und die Lust auf neue Erfahrungen. Erkenne bis dahin unbewusste Bedürfnisse hinter meinen Wahrnehmungen. Lasse mich von den mir nicht vertrauten Lebensweisen einladen Neuland zu betreten. Bin bereit für den Schritt in eine mir ferne, unbekannte Welt, real und auf geistiger Ebene.

Manchmal spüre ich auch Scham oder Minderwertigkeitsgefühle, wegen der fehlenden Referenzerfahrung. Die kann nachreifen, das weiß ich jetzt ganz sicher. Das hat mich mein Leben gelehrt.

Manchmal ertappe ich mich mitten im Gespräch bei Gedanke wie „Angeber*inn,  oder ich gönne dir deinen Erfolg nicht.“ Wenn mir in einer solchen Situation der Stachel des Neids in die Brust fährt, begegne ich mir mit Mitgefühl und frage mich: „Was möchtest du von dem, was du gerade erfährst und was dir fehlt, in dein Leben rufen?“ Übers Einfühlen wird mein Neidhammel wieder friedlich und ich kann ihm liebevoll und dankbar den Nacken graulen.

Damit verkürze bzw. umgehe ich den Weg durch mein Jammertal. Der mit dem Neid verbundene, dumpf bohrende Seelenschmerz, meine Traurigkeit über das „nicht erreichte Glück“ darf gefühlt werden, ohne dass ich mich darin suhle. Die Opferrolle hat mein Leben sehr geprägt, 5 Jahrzehnte war ich darin gefangen.

Vielleicht kennst du diese Momente auch, wo auf tiefes Neidempfinden sofort der Fall ins Opfersein folgt?

Das fühlt sich zwar viel besser, sauberer an, weil dir Opfer sein vertraut ist.  Dagegen ist aktiv sein, in die Tat gehen, deine Bedürfnisse aussprechen, klar für deine Werte eintreten und eigene Ziele entwickeln, äußerst anstrengend. Das erforder Kraft, Disziplin und Ausdauer. Ich habe sie entwickelt, mein Leben verändert. Du schaffst das auch!

Du brauchst dazu eine klare Absicht. Menschen, die dir als Zeugen und Unterstützer zur Seite stehen auf deinem Weg aus der Opferrolle, sind wahre Geschenke.

Mir hat auch meine Achtsamkeitspraxis in Selbstwirksamkeit geholfen. 2017 lernte ich Veit und Andrea Lindau kennen. Sie waren mir die besten Lehrer, haben mich mit ihren Kursen sanft in den Hintern getreten. Seither weiß ich, Operitis humana (den Begriff habe ich von Veit übernommen) ist heilbar.

Ich habe es selbst erfahren und begleite meine Klient*innen als Coachin auf diesem Weg.

Heute sage ich voll ja zum Leben. Ich liebe und suche Begegnungen, die weiterbringen und erfüllen.

Ich staune und lausche, beobachte, wache auf, hinterfrage, korrigiere. Ich will wissen, wie ich mein Leben erschaffe. Das kannst du auch!

Ich sage STOP, wenn es mir zu viel wird. Das kannst du auch!

Ich bin stark durch meine Lebenserfahrung, sie bereichert mein Leben.

Ich bin in Dankbarkeit, Glück und Freude.

Ich bin verbunden. Mein Leben macht Sinn.
Diese Erkenntnis wünsche ich dir und allen Menschen.
Sie ist heilsam.

Auf dem Weg zu sein ist heilsam.

 

Ich wohne und arbeite (auch online) als Coachin im Kloster Allerheiligenberg in Lahnstein.

Außerdem bin ich aktive Teamleaderin auf homodea, der Plattform von Veit und Andrea Lindau.

Wenn du mehr erfahren möchtest über meine homodea-meetingpoints Menschen 60 plus und Mittelrhein Koblenz, gebe ich gerne Auskunft.

Ich freue mich auf deine persönliche Nachricht. homodea meetingpoint